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Strukturelle Benachteiligung  

Bei der Staatsphilharmonie arbeiten aktuell Menschen mit familiären Wurzeln aus 19 Ländern. Damit ist das Orchester international besetzt. Aber kann man es auch als divers bezeichnen? Woran liegt es, dass in klassischen Orchestern überwiegend weiße Musiker*innen spielen? 

 

Um diese Fragen beantworten zu können, muss verdeutlicht werden, dass der Zugang zu Hochkultur eher eine Frage von Bildung und sozialem Status ist, als eine Frage des ethnischen Hintergrundes.

DSPRP_Plakat_360°_Schaubild-Diversität_

Wer markiert wen?

Strukturelle Benachteiligung?

Kritisches Weißsein?

Eurozentrismus
und Musik?

Wie verändert die 
Migrationsgesellschaft den Kulturbegriff?

Repräsentanz

Image by Mika Baumeister

Strukturelle Benachteiligung  

Bei der Staatsphilharmonie arbeiten aktuell Menschen mit familiären Wurzeln aus 19 Ländern. Damit ist das Orchester international besetzt. Aber kann man es auch als divers bezeichnen? Woran liegt es, dass in klassischen Orchestern überwiegend weiße Musiker*innen spielen? 

 

Um diese Fragen beantworten zu können, muss verdeutlicht werden, dass der Zugang zu Hochkultur eher eine Frage von Bildung und sozialem Status ist, als eine Frage des ethnischen Hintergrundes.

DSPRP_Plakat_360°_Schaubild-Diversität_

Wer markiert wen?

Strukturelle Benachteiligung?

Kritisches Weißsein?

Eurozentrismus
und Musik?

Wie verändert die 
Migrationsgesellschaft den Kulturbegriff?

Repräsentanz

Zugang zu Bildung und Teilhabe

Laut einer Studie der OECD aus 2014 kann es in Deutschland sechs Generationen dauern, bis die Nachkommen einer einkommensschwachen Familie das Durchschnitts-Einkommen erreichen. In Dänemark sind es hingegen zwei Generationen, in den übrigen skandinavischen Ländern drei Generationen. Nur in Schwellenländern wie China und Indien brauchen Menschen aus einkommensschwachen Familien mit sieben bis acht Generationen noch länger.

Image by Alvaro Reyes

Ebenso schlecht sieht es bei den Bildungschancen aus: 53 % der Kinder von Eltern mit hohem Bildungsstatus schaffen einen Uni-Abschluss, aber nur jedes zehnte Kind von Hauptschulabsolventen.

Image by Jonathan Borba

Kann jeder Mensch aus eigener Kraft mit Geschick, Fleiß und Talent erfolgreich werden?


Die soziale Herkunft von Schüler*innen hat großen Einfluss auf ihren Erfolg im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt. Warum ist das so? Welche Herausforderungen sind damit verbunden und was kann man dagegen tun? 

Zugang zu musikalischer Bildung und Teilhabe

Insgesamt sind Kinder, deren Eltern eine ausländische Staatsangehörigkeit haben, 2,4-mal häufiger von Einkommensarmut betroffen.

In seine Buch Mythos Bildung beschreibt der Soziologe und Integrationsforscher Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani:

„kaum etwas ist derart ungleich verteilt wie frühkindliche Musikerziehung und Musikunterricht. Kinder aus privilegierten Familien nehmen solche Angebote mehr als fünfmal häufiger wahr als Kinder aus bildungsbenachteiligten Milieus. (...)  Dies ist im Übrigen auch ein Grund, weshalb die soziale Selektivität in Musikhochschulen und in den großen Orchestern noch stärker ist als in den meisten anderen Bereichen. Neigungen und Begabungen drücken sich über den jeweiligen Habitus vermittelt sehr unterschiedlich aus. Dadurch bleiben die Talente durch den Mantel der Armut bedeckt."

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Benachteiligung durch die ethnische/ kulturelle Abstammung 

Rassismus als gesellschaftliches System

Wie kann es sein, dass ich gegen Rassismus bin und gleichzeitig trotzdem unbewusst zu seiner Wirkung beitrage? Rassismus wird als subtiles, anpassungsfähiges und wirkungsmächtiges gesellschaftliches System verstanden - und nicht ausschließlich nur als individuelles Handeln von Einzelpersonen. 

Image by Jennifer Griffin

Was ist eigentlich Rassismus?

Rassismus als System besteht aus von Kindheit an gelernten Wahrnehmungsfiltern von Mitmenschen. Er ist wie eine Brille, durch die man auf die Welt schaut und durch die man anschließend soziale Gehalte einschätzt oder Situationen bewertet, wie man auf zwischenmenschlicher Ebene agiert. Rassismus zu verlernen bedeutet im übertragenen Sinne, sich dieser Brille bewusst zu werden und sie abzusetzen.

Nachdenken!

Gleiche Leistung, ungleiche Noten: Eine Studie von Mannheimer Bildungsforschern zeigt, Schüler mit türkischem Hintergrund werden bei Diktaten diskriminiert.

Seid empathisch ! Meine Realität und deine Realität

Wo fangen wir an?
Die größte Herausforderung zum Thema Rassismus ist es nachvollziehen, wie es ist, jeden Tag von Rassismus betroffen zu sein. Mit folgenden wertvollen Erfahrungsberichten können wir anfangen, das Problem zu anerkennen.

Wie funktioniert Othering?

dieser durch Edward Said geprägte Begriff befasst sich mit der Hierarchisierung von Gruppen sowie verallgemeinernden Zuschreibungen. Dabei können selbst vermeintlich positive verallgemeinernde Zuschreibungen diskriminierend wirken.

Und in den sozialen Netzwerken? 

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Schwarze Menschen machen den Alltagsrassismus in Deutschland unter #WasIhrNichtSeht sichtbar.

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Struktureller Rassismus, weiße Privilegien: Reni Eddo-Lodges Essay „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ tut beim Lesen weh

Orchester und Diversität

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